KGW's Rundschreiben März 2020

 

 

Deutschland in Europa und der Welt

Seit eh und je ist Europa in der Flüchtlingsfrage heillos zerstritten. Im Dezember 2019 übernahm die 56-jährige schwedische EU-Kommissarin Ylva Johansson vom Griechen Dimitris Avramopoulos nur unerledigte Baustellen. Nachdem der türkische Präsident Erdogan die Grenze nach Griechenland geöffnet hat, kamen u.a. mindestens 14.000 Kinder und Jugendliche in die Grenzläger. Kälte, Schmutz und fehlende sanitäre Anlagen machen sie krank. Politiker geben ein beschämendes Bild ab, wenn sie in laufenden Beratungen zu keinem befriedigenden Ergebnis kommen und sich permanent vertagen. Wenn Deutschland einige hundert Kinder (mit Finnland, Frankreich, Kroatien, Luxemburg und Portugal insgesamt 1.500) übernehmen will, dann ist das im Namen der Menschlichkeit ein miserables Bild. Die kostenträchtigen Gespräche der EU-Abgeordneten, einen Kompromiss zu finden, sind erbärmliche „Vorstellungen“. Nach Öffnung der Grenzen (Ende 02/2020) musste die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen selbst eine Dienstreise zum griechischen Grenzort Kastanies machen, um festzustellen: „Die griechischen Sorgen sind unsere Sorgen“. Vom gesamten Hilfspaket in Höhe von 700 Mio. € seien 350 Mio. € sofort verfügbar, aber geflossen ist bisher noch nichts! Da man gerade beim Geldausgeben ist, fordert Matthias Lücke (Institut für Weltwirtschaft in Kiel) weitere Geldzuwendungen für Ankara. Die Integrationsstaatssekretärin Serap Güler (von Armin Laschet) sieht das völlig anders, nämlich so, dass mit Bildern, wie sie uns täglich von den Grenzen Griechenlands übermittelt werden, Zahlungen von der Türkei erpresst werden sollen. Für sie sind Wirtschaftssanktionen der richtige Weg. Gerald Knaus (Chef der Denkfabrik European Stability Initiative) hat mit den von der EU finanzierten 6 Mrd. € ab 2016 in der Türkei einen guten Job gemacht. Syrische Flüchtlinge wurden auf türkischem Boden kontrolliert, versorgt und herausgefiltert, welche Migranten Asyl in der EU beantragen dürfen. Den Deal kündigte Präsident Recep Tayyip Erdo?an, als er im Februar dieses Jahres „die Tore“ öffnete. Vielleicht wird das Problem für die nächsten 5 Jahre gelöst, wenn nochmal 6 Mrd. € Richtung Türkei fließen. Eines ist jedoch sicher: So viele Flüchtlinge wie in der Vergangenheit kann Deutschland nicht aufnehmen!

„Otto Normalverbraucher“ hat mit Cum-Ex-Geschäften nichts zu tun – oder doch? Mit Hin- und Herschieben von Aktien mit („cum“) und ohne („ex“) Dividendenanspruch hatten Investoren viel Geld zulasten der Staatskasse eingestrichen. Anleger ließen sich eine einmal gezahlte Kapitalertragssteuer auf Aktiendividenden mithilfe von Banken mehrfach erstatten. Der heutige SPD-Chef Norbert Walter-Borjans sagte (so zitiert das Handelsblatt vom 18.12.2019), als er Aufsichtsrat bei der West-LB war: „Damals schien die Devise gelautet zu haben, dass man im Wettbewerb nur mithalten kann, wenn man auch alle krummen Dinger mitmacht“. Im Bundeshaushalt 2020 veranschlagte Olaf Scholz (SPD) 21 Mio. € für eine Spezialeinheit (43 Stellen plus 5 weitere Stellen im Ministerium), die den Steuerbetrug aufklären soll. Das Landgericht Wiesbaden eröffnete das Verfahren gegen 5 ehemalige Mitarbeiter der Münchener Hypo-Vereinsbank (HVB) sowie den Steueranwalt Hanno Berger (der heute in der Schweiz lebt). Die Kölner Oberstaatsanwältin Anne Brorhilker war maßgeblich beteiligt, das System aufzubrechen. Banken, die an diesem Steuerbetrug beteiligt waren (und gut daran verdient haben), müssen mit hohen Schadensersatzforderungen rechnen. Im ersten Prozess gegen die beiden geständigen Aktienhändler verhängte das Gericht in Bonn milde Bewährungsstrafen. Wahrscheinlich um sie für ihre Hilfe zu belohnen bzw. weil sie in künftigen Prozessen gegen 100 Finanzinstitute und 600 Beschuldigte als Zeugen zur Verfügung stehen. Künftige Strafurteile werden mit Sicherheit härter ausfallen.

Der Klimawandel und die aggressiven Auftritte der Greta Th. scheinen durch das alles überdeckende Coronavirus in den Hintergrund gerückt zu sein. Trotzdem sind erneuerbare Energie, Windkraft, Öl, Kohle und Wasserstoff immer noch aktuelle Themen. Gegenwind bekommt die Klimaaktivistin von Naomi Seibt aus Münster. Die 19-jährige YouTuberin gilt als „Anti-Greta“ und wird vom ominösen US-Thinktank „Heartland Institute“ finanziert. Die wiederum werden von der amerikanischen Tabak- und Erdölindustrie finanziell unterstützt. Naomi Seibt prangert nicht nur die „Klimahysterie“ an, sondern wettert auch gegen Migrationspolitik, Seenotrettung, Abtreibungsrechte und hegt Sympathien zur AfD. Von ihr (und natürlich ihren Hintermännern) werden wir künftig noch einiges hören.

Seit geraumer Zeit hat der Fußball mit den angeblich treuesten Fans einiger Vereine erhebliche Probleme, weil sie sich mit dem Gebahren des DFB (Deutscher Fußball-Bund) nicht „anfreunden“ können. Die sogenannten Ultras haben (stellvertretend für den DFB) Dietmar Hopp als Feindbild auserkoren, um bei ihm Hass und Hetze abzuladen. Die „Auftritte“ dieser Individuen brauchen hier nicht erneut bewertet bzw. kommentiert werden. Sie sind der lebende Beweis dafür, dass Gehirnamputation nicht unmittelbar zum Tode führt. Der Schreiber dieser monatlichen Information ist genau wie Dietmar Hopp Mitglied der EAGLES [1]. Dietmar Hopp ist studierter Diplom-Ingenieur und Mitbegründer des IT-Unternehmens SAP. Er gründete 1995 die Dietmar-Hopp-Stiftung, die bis zum Jahresende 2017 über 600 Mio. für gemeinnützige Zwecke mit Schwerpunkt auf die Bereiche Jugendsport, Medizin, Bildung und Soziales – überwiegend in der Metropolregion Rhein-Neckar – ausschüttete. Heute investiert er maßgeblich in die Biotech-Branche. In seiner Jugend spielte er bei der TSG 1899 Hoffenheim und ist maßgeblich daran beteiligt, dass seine Mannschaft in der Bundesliga spielt. Heute begeistert sich DH für den Golfsport und ist Präsident des Clubs St. Leon-Rot. Dieser Mann hat Respekt verdient! Vor ca. 2 Wochen machte der amerikanische Präsident Trump der Tübinger Biotechfirma Curevac Avancen (was von diesem Hause nicht bestätigt wurde), den Impfstoff (gegen Corona), an dem im Augenblick geforscht wird, exklusiv für die USA zu nutzen. Die Biotechholding, die dem Gründer Dietmar Hopp gehört, erklärte dazu: „Wenn es gelingt, einen wirksamen Impfstoff gegen das Corona-Virus zu entwickeln, soll dieser Menschen nicht nur regional, sondern solidarisch auf der ganzen Welt erreichen.“ Bereits vor 5 Jahren investierte der zweitreichste Mann der Welt, Bill Gates (Nr. 1 ist der Amazon-Chef Jeff Bezos), 52 Mio. USD in Curevac. Dieser größte Wohltäter unter den Milliardären sagte 2018: „Ich denke, die Welt sollte sich genauso ernsthaft auf eine Pandemie vorbereiten, wie sie sich auf einen Krieg vorbereitet.“ Weltweit laufen mindestens 40 Impfstoffprojekte in Sachen Corona. Die Entwicklung kommt voran, aber die Zulassung wird noch dauern.

Seit 30 Jahren (letztlich im Golfkrieg 1991) gab es keinen solchen Preisverfall beim Öl wie am Montag, den 2.3.2020. Im Streit liegen Saudi-Arabien und Russland. Gespräche zwischen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC = Ölkartell, dem aktuell 13 Länder angehören) und weiterer Petro-Staaten (unter der Führung Moskaus) scheiterten. Grund: Moskau ist nicht bereit, die von der OPEC vorgeschlagenen Produktionskürzungen mit zu tragen, damit der Preis gestützt wird. Der Chef der OPEC Mohammed Sanusi Barkindo sieht das Bündnis vor dem aus. Es gibt bereits Prognosen, dass das Barrel Öl (159 Liter) künftig 20 US-$ kosten wird. Das wird labile Länder wie Libyen, Iran, Venezuela u.a.m. in den politischen Zusammenbruch stürzen. Der deutsche Autofahrer wird sich über niedrige Benzinpreise freuen. Wer aber wird sich ein teures E-Auto kaufen, wenn der Spritpreis unter 1 € / Liter fällt? Klimapolitisch ist die Denkweise: Weg vom Öl! Ein dauerhaft niedriger Ölpreis wird viele Bemühungen hin zu alternativen Energien zunichtemachen. Der Preiskrieg sollte schnellstens gestoppt werden, denn er beinhaltet viel politischen „Sprengstoff“. Prinz Abdulaziz bin Salman (Energieminister von Saudi-Arabien) sollte sich kurzfristig mit Alexander Nowak (Energieminister Russlands) zu weiteren Gesprächen treffen, um die bevorstehende Ölschwemme zu stoppen. Noch ein Aspekt des Preiskriegs: Man will die US-Schieferölindustrie unter Druck setzen. Die haben für die Finanzierung ihres Wachstums massenhaft spekulative Schrottanleihen (Junk Bonds) ausgegeben. Sinkt der Marktpreis unter 45 US-$, rutscht US-Schieferöl in die Verlustzone. Das beste Mittel gegen niedrige Preise sind niedrige Preise. Das drängt teure Produzenten aus dem Markt und reduziert das Angebot.

Seit Ende Januar dieses Jahres ist Coronavirus das Thema Nr. 1 auf der Welt. Am 11. dieses Monats haben die Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Präsident des Robert-Koch-Instituts Professor Wieler gemeinsam über die Corona-Epidemie in Deutschland informiert. Das Robert-Koch-Institut ließ die Daten von 56.000 Patienten untersuchen und stellte keinen einheitlichen Krankheitsverlauf fest. Ca. 80% entwickeln nur leichte Symptome, ca. 14% schwere und ca. 6% erkranken sehr schwer. Das höchste Risiko haben Personen mit Grunderkrankungen (Herzkreislauf, Diabetes, Leber, Krebs, selbst rauchen u.a.m.) bzw. ältere Menschen (über 60 Jahre). Vor einer Ansteckung kann man sich schützen, wenn man elementare Hygieneregeln beachtet. Der Sicherheitsabstand zu Personen mit Atemwegserkrankungen sollte mindestens 1,5 m sein. Wenn man das Coronavirus bei sich selbst befürchtet, sollte man das zuständige Gesundheitsamt kontaktieren. Hat man Sorge, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sollte man den Hausarzt ansprechen oder die Hotline-Nr. 116 117 bzw. die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UHD) 0800 011 77 22 anrufen. Die Internetseite des Robert-Koch-Institutes (https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html) gibt laufend aktuelle Informationen und Zahlen. Spezielle Medikamente gegen das Virus gibt es aktuell noch nicht. Das Zusammenleben trotz Epidemie geht allerdings weiter und wird auch weiter funktionieren. Messen, Konzerte, Musikevents und die schönste Nebensächlichkeit, die es gibt – der Fußball - sind bis auf weiteres abgesagt. Die Bundesligaclubs befürchten Milliardenschäden, denn der Wegfall der Einnahmen machen bei einem Erstligisten alleine beim Ticketverkauf ca. 13% aus. Aktuell werden Sportler und Vereine um ihre Einnahmen gebracht, Sponsoren um Aufmerksamkeit und Fans um Liveevents. Die Empfehlung von Minister Spahn stellt rechtlich keine Weisung dar, sie ist deshalb auch nicht verbindlich. Zwischenzeitlich gibt es Bundesländer, die bereits radikal Verbote für ihre Bürger ausgesprochen haben. Ab dem 9. dieses Monats können Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Luftwege nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit (AU) bis max. 7 Tage ausgestellt bekommen. Dafür brauchen sie keine Arztpraxis aufsuchen. Diese Vereinbarung gilt ab dem vorgenannten Datum zunächst für 4 Wochen. Ein eigenhändiger Schnelltest mit dem neuartigen Coronavirus existiert bisher nicht. Es wird an einem Impfstoff gearbeitet, aber eine Schutzimpfung gibt es bisher noch nicht. Deutschland ist auf die Epidemie bestens vorbereitet. Vor allem das Netzwerk von Kompetenzzentren und Spezialkliniken in Deutschland ist international beispiellos. Deutschland verfügt über ein sehr gutes Krankheitswarn- und meldesystem. Es liegen Pandemiepläne vor. Darüber hinaus werden in Deutschland regelmäßig Notfallübungen an Flughäfen durchgeführt. Die Koordination und Information übernimmt das Robert-Koch-Institut in Berlin.

Die bisherigen Todesfälle betreffen zumeist Menschen mit coronaren Herzerkrankungen. Kein Mensch spricht darüber, dass die Zahl der wieder Gesundeten erheblich höher ist als die der Gestorbenen. Es redet auch keiner darüber, dass täglich ca. 430 Personen an falscher Ernährung sterben, ca. 300 an den Folgen des Rauchens, ca. 25 an Suizid und es gibt täglich ca. 10 Verkehrstote.

Der Bundesdeutsche tätigt zwischenzeitlich Hamsterkäufe, obwohl alle Discounter veröffentlicht haben, dass es dazu überhaupt keinen Grund gibt. Der Professor für klinische Psychologie und Psychotherapie an der Ruhr-Universität Bochum Prof.-Dr. Jürgen Margraf hat seit Ausbruch des Virus die Verhaltensweise der Menschen verfolgt. Unterschiedliche Einschätzungen beruhen demnach auf Persönlichkeit, eigenen Erfahrungen, Genetik und teilweise paradoxen äußeren Einflüssen. „Wenn Sie jemandem zehnmal sagen, mach dir keine Sorgen, dann fängt er an, sich Sorgen zu machen.“ Die Angst ist besonders groß bei Dingen, die unbekannt, außergewöhnlich und unfreiwillig sind – wie das Coronavirus. Unbekanntes macht die größten Sorgen. Dagegen würden Gefahren unterschätzt, mit denen man schon lange umgeht: Rauchen, Autofahren u.v.m.. Auch bei der Angst tritt ein Gewöhnungseffekt auf. Was alltäglich wird, regt nicht mehr auf. Falls das Coronavirus im nächsten oder übernächsten Jahr wiederkehrt, werden die Hände weniger gewaschen und auch die Zeitungen werden darüber weniger berichten.

Nochmal zum Thema Hamsterkäufe: Während der Deutsche Toilettenpapier hortet, deckt sich der Franzose mit Wein und Präservativen ein. Wepa, Arnsberg ist die Nr. 3 der Produzenten in Europa (Aufsichtsratsvorsitzender des Familienunternehmens: Friedrich Merz). Während sich bei den Herstellern und Händlern die Läger leeren, stapelt sich das Toilettenpapier bei den Verbrauchern. Mehr verbraucht wird nicht! Hierzulande werden im Schnitt insgesamt 750.000 to Toilettenpapier pro Jahr verbraucht. Während in Osteuropa nur ca. 7 kg Hygienepapier (pro Jahr und Einwohner) verbraucht werden, sind es in Deutschland ca. 16 kg. Der Trend ist gleichbleibend. Für die Kaufsüchtigen dieses Artikels haben wir einen humoristischen Vorschlag (natürlich nicht ernst gemeint): Einnahme einer Kapsel oder Filmtablette „Coronaex“. Es ist ein Schmalspur-Anti-Idiotikum gegen Panikmache und Hamsterkäufe.

Die Zentralbanken fluteten die Märkte mit billigem Geld. Das war leichtsinnig, denn Corona ließ die Blase platzen. EZB und Regierungen planen milliardenschwere Hilfen, damit die Wirtschaft nach Beendigung der Seuche wieder durchstarten kann. Für dieses Jahr sieht der Frühindikator (ifo-Barometer) ein Schrumpfen des deutschen BIP (Bruttoinlandsprodukt) von ca. 9%. Die Coronakrise zeigt, dass jedes Land in Europa sein eigenes Süppchen kocht, sich abschottet und isoliert. Nicht nur in Deutschland erleben wir einen Shutdown, den die Zukunftsforscher einen „Schwarzen Schwan“ (Katastrophe, die nicht vorhersehbar ist) nennen. Wenn alles vorbei ist, haben wir eine andere Welt – eine bessere? Jede Krise birgt neue Chancen. Schon heute ist klar, dass die digitale Vernetzung der Menschen die Verbindungen künftig weltweit aufrechterhält. Isolation kann in der Zukunft keine Option sein. Mehr denn je ist Globalisierung angesagt. Deutschland muss alles tun, um gestärkt aus der Coronakrise herauszukommen, um sich robust (mit den übrigen europäischen Ländern) in der Zukunft am Weltmarkt zu behaupten.


[1] Im EAGLES Charity Golf Club spielen seit 1993 (viele bekannte) Persönlichkeiten für den guten Zweck. Seit Beginn wurden über 40 Mio. 1:1 an Personen gegeben, die das Geld dringend nötig haben.

 

 

Die Edelstahl- und Rohstoffmärkte

Das Coronavirus beeinflusst wesentlich die Rohstoffmärkte sowie die Lieferketten hin bis zu den Edelstahlproduzenten. Es ist logisch, dass die Preise nachgeben und als Folge daraus auch die Legierungszuschläge. Wir sind jedoch der Meinung, dass es zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr eine Nachfrage nach Edelstahlflachprodukten geben wird, was voraussichtlich das augenblickliche Tief mehr als ausgleicht. Beim Nickel wird es keinen Engpass geben, weil (siehe Zahlen der nachfolgenden Statistik) ein satter Bestand an der LME und darüber hinaus eine Steigerung der Fördermenge zu beobachten ist. Der Hauptlieferant für Molybdän ist China und die kürzlich unterbrochenen Lieferketten laufen weitestgehend normal. Die Lagerbestände sind relativ gering. Die Materialversorgung kann unter Umständen ins Stocken geraten, sollten sich die Auswirkungen auf andere Länder, wie es gerade in Italien passiert ist (behördlich angeordnetes Produktionsverbot), ausweiten. Chromstahlpreise sind bis Ende dieses Monats festgeschrieben. Für das 2. Quartal 2020 wird damit gerechnet, dass die Notierungen rückläufig sind.

Die Rohstoffpreise werden im Regelfall in US-Dollar abgerechnet. Wobei die Schwäche des US-Dollars (was auf der anderen Seite einen stärkeren Euro bedeutet) die Rohstoffpreise weiterhin schwächt.

Das Coronavirus wird auch weiterhin die Märkte wesentlich formen.

Währungen und Nickelpreise im Vergleich

Datum

Devisenkurs

Kassapreis

3 Monats-Preis

Nickel-Bestand

dt. Kassapreis

 

€ / US-$

Nickel (LME)

Nickel (LME)

LME to

Nickel €/100 kg

03.01.2017

1,0416

10.205

10.270

372.066

982

02.01.2018

1,2005

12.690

12.730

366.612

1.052

02.01.2019

1,1448

10.440

10.530

206.400

915

02.01.2020

1,1213

14.075

14.165

153.318

1.258

03.02.2020

1,1093

12.750

12.850

196.854

1.152

02.03.2020

1,1026

12.440

12.510

235.368

1.119

20.03.2020

1,0713

11.370

11.450

230.724

1.062

Legierungszuschläge für rostfreie Bleche und Bänder

W-Nr.

Tiefste LZ

Höchste LZ

Jan

Feb

Mrz

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

2019

2019

2020

2020

2020

2020

2020

2020

2020

2020

2020

2020

2020

2020

Monat

€/to

Monat

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

4016

12/19

557

01/19

664

569

576

562

557

v

 

 

 

 

 

 

 

4301

02/19

1.228

11/19

1.730

1.437

1.448

1.369

1.296

v

 

 

 

 

 

 

 

4404

02/19

1.903

10/19

2.594

2.095

2.112

2.074

1.935

v

 

 

 

 

 

 

 

4509

12/19

688

01/19

797

700

706

695

690

v

 

 

 

 

 

 

 

4521

12/19

983

05/19

1.221

1.004

1.014

1.058

1.015

v

 

 

 

 

 

 

 

4539

02/19

3.358

10/19

4.827

3.806

3.836

3.763

3.478

v

 

 

 

 

 

 

 

4571

02/19

1.925

10/19

2.635

2.125

2.143

2.102

1.961

v

 

 

 

 

 

 

 

Legierungszuschläge Präzisionsband

W-Nr.

Tiefste LZ

Höchste LZ

Jan

Feb

Mrz

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

2019

2019

2020

2020

2020

2020

2020

2020

2020

2020

2020

2020

2020

2020

Monat

€/to

Monat

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

4016

11/19

668

01/19

797

683

690

674

669

v

 

 

 

 

 

 

 

4301

02/19

1.474

11/19

2.075

1.724

1.737

1.642

1.555

v

 

 

 

 

 

 

 

4310

02/19

1.390

11/19

1.917

1.607

1.619

1.534

1.456

v

 

 

 

 

 

 

 

4404

02/19

2.283

10/19

3.113

2.514

2.536

2.488

2.323

v

 

 

 

 

 

 

 

Edelstahlschrott

W-Nr.

Tiefste

Höchste

Jan

Feb

Mrz

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

2019

2019

2020

2020

2020

2020

2020

2020

2020

2020

2020

2020

2020

2020

Monat

€/to

Monat

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

€/to

Cr-Stähle

10/19

290

04/19

355

290

290

280

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(VF*)

z.B. 4016

Ni-Stähle

01/19

940

08/19

1.110

950

990

850

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(V2A*)

z.B. 4301

Cr-Ni-Mo-

01/19

1.420

08/19

1.610

1.460

1.470

1.330

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stähle (V4A*)

z.B.4404/4571

Alle Preise in €/to

* Markennamen ThyssenKrupp Nirosta/ Outokumpu Nirosta

 

 

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